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Twin Jet - Mein 2. Flieger

Nachdem ich den Twin-Jet beim Schwager meiner Freundin in Aktion gesehen hatte wußte ich: den brauche ich auch.

Der Rumpfzusammenbau geht recht schnell, zumal das Flugzeug nur aus dem großen Hinterteil mit den Flüglen, der Nase, den zwei Flossen, der Kunststoffschale, einem festem und einem abnehmbaren Haubenteil besteht.

Als Motorisierung kommen Permax 480-er für 7,2V zum Einsatz, die serienmäßigen Propeller habe ich zugunsten zweier APC Schrauben mit den Maßen 5,25x4,75 weggelassen. Die lassen sich durch die Schraubbefestigung leicht wechseln um auch andere Größen auszuprobieren.

Die Regelung der Motordrehzahl übernimmt ein GWS ICS-600Li Regler, der von einem dreizelligen EC-Power Lipo mit 2200mAh angetrieben wird, dessen Dauerbelastbarkeit bei 25C mit einer Spitze von 30C liegt. Der Akku muß aufgrund des vorgegebenen Schwerpunkts und des Gewichts ganz nach vorne in den Rumpf, wo er mit dem dem Bausatz beiliegenden Klettband fixiert wird.

Als Empfänger habe ich einen Futaba F-146 iP eingebaut, Kanal 1 und zwei belegen zwei unter Schutzabdeckungen versteckte Mystery SD90 Mircro Servos mit 9g, die ich ebenso wie Akku, Regler, Empfänger und noch ein paar andere Dinge bei Ebay erstanden habe.

Am 06.07.2008 war es dann soweit: mit einem (bald verwandten) Modellpiloten gings auf den Flugplatz erstmal ein paar Runden Lehrer-Schüler fliegen mit seinem Twin-Jet. Für mich als Anfänger ein etwas ungewohntes Gefühl denn man muß im Gegensatz zu Flugzeugen mit Seitenruder viel mehr mit dem Höhenruder und dem Gas dem Sinken des Flugzeugs beim Kurvenflug entgegensteuern.

Dan wurde mein Twin Jet erstmal in die Lüfte geschickt und getrimmt, beim nächsten Start war ich dann endlich dran, mal das Steuer zu übernehmen. Der Start selbst geht trotz Vollgas und einem kräfigen Wurf nicht ganz ohne Durchsacken, aber der Jet nahm dann schnell Geschwindigkeit und Höhe auf. Nach ein paar Kreisen bei leichtem Wind schaltete ich mal die Motoren ab und schnupperte etwas Segelflug Luft, was bei entsprechender Höhe problemlos möglich ist. Das Flugzeug läßt sich recht unkritisch auch langsam fliegen, bei einem provozierten Strömungsabriß (hochziehen bei stehenden Motoren) sinkt die Nase nach unten, der Jet nimmt Geschwindigkeit auf und ist gleich drauf wieder steuerbar.
Dann habe ich mich erstmal an ein paar (zugegebenermaßen wohl eierförmigen) Loopings und Schrauben versucht, muß zwar noch dran arbeiten aber es ging nicht so schlecht. Nach etwa 10 Minuten dann erstmal eine Landung mit langsam laufenden Motoren glitt der Twin Jet langsam über die Wiese herein und setzte sanft auf. Ich würde sagen sehr angenehm zu landen für einen Anfänger. Die Motoren waren schon recht warm, Akku und Regler aber trotz fehlender Kühlung noch nicht heiß.

Nach dem der Akku wieder am Ladegerät hing wurde der zweite Akku (gleiches Modell) eingebaut. Beim Start sackte der Flieger diesmal aber stark durch, obs jetzt am kurzzeitig nachlassenden Wind oder an einem schwächeren Wurf lag weiß ich nicht, jedenfalls konnte ich den Twin-Jet gerade noch etwa einen halben Meter über dem Boden abfangen und knapp vor einem Strauch hochziehen.
Zur selben Zeit war auch der Twin-Jet meines Lehrers in der Luft, der sich auch die niedrigen überflüge in geringer Höhe mit Vollgas nicht nehmen ließ, die ich mir noch nicht so recht zutraue.
Beim zweiten Flug habe ich dann auch mal versucht mit vollen Runderausschlägen (für den ersten Flug hatte ich sie mittels Dual-Rate Funktion auf 60% vom Maximalwert begrenzt) zu fliegen. Das macht den Twin-Jet noch agiler, die Kurven noch enger und es macht eine Menge Spaß so herumzuhetzen.
Dabei habe ich dann glatt die Zeit vergessen und nach knapp 12 Minuten schien der Akku schon dem Ende zuzugehen, ich kam etwas zu niedrig und zu langsam über einem naheliegenden Weizenfeld herein und es gelang mir nicht mehr die Wiese zu erreichen, sodaß der Flieger im Feld runterging.
Die Bergung gestaltete sich relativ einfach, weil der Flieger fast von den Pflanzen getragen wurde und nicht wie die meisten Flugzeuge ganz am Boden stand, er hing mit der Nase nach unten im Weizen und konnte ohne Beschädigungen geborgen werden. Für den nächsten Flug nehme ich dann sicherheitshalber eine Stoppuhr mit Count-Down mit, damit mir das nicht mehr passiert.

Anschließend noch ein paar Bilder!

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